
Heute steht ab 10 Uhr ein Besuch der Firma SAP AG auf dem Plan, dem größten europäischen und weltweit viertgrößten Softwarehersteller. Wir sind alle ziemlich aufgeregt und gespannt. Gleich bei der Ankunft sind manche richtig verwundert, auch dimensionsmässig gesehen, wie groß diese Firma ist.
Unten in Foyer von Gebäude WDF01 gibt es ein Modell, dass uns einen Überblick über die zahlreichen Gebäude verschafft. Mit einem Fahrstuhl erreichen wir unseren Raum "Biehl", und sind schon wieder positiv überrascht von der technischen Ausstattung (Monitor und Mikrofon an jedem Platz) des Konferenzraums, in dem wir die nächsten 3 Stunden verbringen.
Die Vorträge beginnen mit der Begrüßung durch die Mitarbeiterin Anja Wölfel. Das Thema des ersten Vortrages lautet „EMEA University & Diversity Recruting“ und das Motto ist: „SAP bewegt das Business.“ Anja Wölfel stellt in ihrem Vortrag die Firma SAP vor, erhalten einen Überblick über das Firmenporträt.
SAP hat weltweit ca. 53.500 Mitarbeiter, über 109.000 Kunden und erwirtschaftete 2010 einen Umsatz von 12,5 Mrd. Euro. Es gibt insgesamt 50 international weit gestreute SAP Standorte. Die Vortragende präsentiert die Anforderungen an die Mitarbeiter. SAP wurde kürzlich ausgezeichnet als weltweit bester Arbeitgeber. Sicher auch deshalb, weil neben den reinen Arbeitsfeldern und –bedingungen auch ein sehr gutes Gesundheits- sowie ein gutes Sozialprogramm für die Mitarbeiter existiert. Es gibt klare Karrierepfade, mit „Learning“ ein aktives Lern- und Entwicklungsangebot und mit „Recruting“ ein klares Konzept zum Aufspüren geeigneter Praktikanten und Mitarbeiter, die zum Umfeld passen, flexibel reagieren und kreativ sind. Generell müssen SAP-Mitarbeiter eigenverantwortlich arbeiten, sich selbst kontrollieren und selbst Entscheidungen treffen. Dafür gibt es auch nach drei Jahren einen Firmenwagen und ein gutes Gehalt. Es wird in der Firma eine ausgewogene Work&Life-Balance angestrebt. Instrumente hierfür sind z.B. flexible Arbeitszeiten und das sog. Home Office, außerdem Möglichkeiten, um Sport zu treiben oder medizinische Check-Ups machen zu lassen. In Hinblick auf Praktikanten führte Frau Wölfel aus, dass diese bei SAP eine Vergütung in Höhe von 800,- € erhalten, außerdem gibt es die Möglichkeit, zusätzlich 300,- € Mietzuschuss zu bekommen. Einsteigen könne man als Praktikant in den Bereichen Research, Entwicklung, Solution & Product Management, Sales, Consulting, Education, Training, Human Ressources, Customer Service & Support, Finance oder Corporate Functions. Kriterien für die Auswahl seien ein guter Studienabschluss (mind. Gesamtnote 2,5), Internationalität bzw. die jeweiligen Englischkenntnisse, bereits abgeleistete Praktika (wobei Auslandspraktika nicht nötig wären), berufsrelevante Erfahrung, Flexibilität, Kreativität und – Neugier!
SAP bietet auch ein Nachbetreuungsprogramm für Praktikaten nach dem Ende der Zeit bei SAP an: Es besteht die Möglichkeit, weiterführende Seminare und Workshops zu besuchen oder SAP-Zeitschriften und den Newsletter zu abonnieren.
Der zweite Vortrag wird von Gerrit Simon Kazmeier gehalten. Seit 2009 arbeitet er bei SAP und ist in der SAP Business ByDesign Abteilung als Integrated Analytic beschäftigt. Gerrit Simon Kazmeier erläutert, warum man den Sprung ins kalte Wasser wagen, warum man sich für SAP entscheiden solle. Er berichtet ausführlich über seinen täglichen Arbeitsablauf und seine Erfahrungen. Sein Vortrag ist gegliedert in die Bereiche Learn (trainings, flexible tasks, book presentation), Innovate (InMemoryDB, mobile devices, concept work, prototyping, design thinking) und Impact (responsibility, empowerment, productization).
Nach dem zweiten Vortrag haben wir eine kleine Pause und dürfen uns an einem wunderschönen Buffet bedienen. Da gibt es leckere Brezeln und eine Auswahl sowohl von verschiedenen Obstarten, als auch an Getränken.
Herr Matthias Heiler gibt eine Einführung in das Berufsleben eines Solution Architects bei SAP Technologie & Mobility. Zu seinem Aufgabengebiet gehört es, neue Technologien in innovative Anwendungen zu überführen.
Der Schwerpunkt seiner Tätigkeit liegt im Bereich serviceorientierter Architektur mit dem Fokus auf Integrationsplattformen und Geschäftsprozessen.
Als Beispiel gibt er einen Einblick in den Entwicklungsbereich der IT-Memory und deren Bedeutung für ein Unternehmen. Mit Hilfe von SAP IT-Memory–Technologie können Unternehmen das immense Potential von Echtzeitdaten durch effiziente Verwaltung von Unternehmensdaten nutzen. Hierzu hat SAP neue Methoden der Datenkompression mit einer spaltenorientierten Datenspeicherung entwickelt, die diese mit der IT-Memory Technologie kombiniert.
Als weiteres Beispiel nennt er die IDC-Analyse: Software as a Service (Saas), die Nutzung von Software im Internet. Außerdem erzählt er über noch ein SAP Pilotprojekt, und zwar die Einführung intelligenter Verbrauchszähler (sogenannte Smart Meter), spartenübergreifend für Strom, Wasser und Gas.
Nach der Vortragsreihe gehen wir in die SAP-Kantine und werden von der Firma zur einem Mittagessen eingeladen. Die vortragenden Mitarbeiter gehen ebenfalls mit zum Essen und stehen für alle Fragen zu Verfügung, bis wir uns verabschieden.
SAP hat sich als Firma vorzüglich präsentiert, unsere Fragen sehr offen und ausführlich beantwortet und insgesamt einen sehr positiven und professionellen Eindruck hinterlassen. Wir waren mit dem Verlauf und dem Ergebnis dieses durchweg interessanten Besuchs sehr zufrieden.